Methoden - Verfahren - Vorrichtungen
Der Klimawandel und in der Folge die vielen Facetten der Klimakrise sind große Herausforderungen, welche möglichst sofort und mit realisierbaren massiven Massnahmen, Verfahren, technischen Vorrichtungen und dgl. behandelt werden müssen, um überhaupt zielführend erfolgreich werden zu können. Der Therapie-Ansatz ist die Albedo-Bilanz.
Die Albedo-Bilanz beschreibt das Verhältnis zwischen der Sonnenenergie, welche die Erde infolge der Sonneneinstrahlung aufnimmt und in Wärme umwandelt und jener Energie, die von der Erdoberfläche in den Weltraum zurückgeworfen wird. Um die Folgen der Klimakrise und des Klimawandels reduzieren zu können, muss diese aktuell asymmetrische Bilanz mit aktiven Methoden und Verfahren korrigiert und optimiert werden können.
Dabei sind vor allem zwei unterschiedliche Therapieansätze möglich:
Erhöhung der ALBEDO sowie Vermeidung einer Absenkung der ALBEDO.
Dunkle Oberflächen haben eine niedrige ALBEDO. Sofern diese duklen Flächen für eine zielführende realisierbare Behandlung zugänglich sind, sollten die jeweiligen Rahmenbedingungen einschließlich der Machbarkeit, Finanzierbarkeit, politscher Willensbildung und dgl. abgeklärt werden.
Ein Beispiel sind die dunklen Oberflächen in Umgebung der sterbenden Gletscher. Diese nehmen bei Sonneneinstrahlung Wärme auf und strahlen diese Wärme diffus wieder ab. Dagegen nehmen weiße Oberflächen bei Sonneneinstrahlung deutlich weniger Wärme auf und können daher auch nur weniger Wärme abstrahlen.
Um hier die ALBEDO zu erhöhen, müssten die dunklen Strukturen in Umgebung der Gletscher mit Produkten, welche eine sehr hohe ALBEDO haben, eingefärbt werden. Derartige umweltverträgliche Produkte gibt es, welche aber vermutlich verwaltungstechnischen Genehmigungsverfahren unterliegen.
Mischwälder bestehen definitionsgemäß sowohl aus Laub- als auch aus Nadelbäumen. Ihr Rückstrahlvermögen ergibt sich als dynamischer Mittelwert aus den beiden Hauptwaldtypen.
Die Albedo von Mischwäldern z.B. in Deutschland liegt im Durchschnitt zwischen 10 % und 18 % (als Koeffizient 0,10 bis 0,18). Das bedeutet, dass Mischwälder etwa 10 % bis 18 % des einfallenden Sonnenlichts reflektieren und den großen Rest (82 % bis 90 %) absorbieren.
Je höher der Anteil an Laubbäumen im Mischwald ist, desto höher schlägt die Albedo im Sommer aus. Ein nadelbaumdominierter Mischwald bleibt das ganze Jahr über dunkler.
Mischwälder sind besonders effektive CO2-Speicher.
Der Waldboden als Hauptspeicher: Der Großteil des Kohlenstoffs im Wald befindet sich nicht in den Bäumen, sondern im Boden. In europäischen Wäldern sind rund 47 % bis 75 % des Kohlenstoffs im humusreichen Waldboden und der Streuauflage gebunden. Mischwälder fördern durch die vielfältige Laubstreu ein gesundes Bodenleben, was zu einer stabileren Humusbildung führt.
Klimaresistenz: Reine Fichtenbestände kollabieren in Zeiten von Dürre und Borkenkäferplagen massenhaft, wodurch sie von einer CO2-Senke zu einer CO2-Quelle werden. Mischwälder sind wesentlich stabiler gegen Extremwetter und Schädlinge, sodass der gespeicherte Kohlenstoff langfristig gesichert bleibt.
Wenn allerdings durch extreme Dürren eigentlich als widerstandsfähig geltende Mischwälder brennen, löst dies einen gefährlichen Teufelskreis (positive Rückkopplung) im globalen und regionalen Klimasystem aus.
(Übersicht mit KI)
1. Massive Freisetzung von Treibhausgasen
Wälder sind riesige Kohlenstoffspeicher. Brennt ein Mischwald, passiert folgendes: [1]
- Vom Speicher zur Quelle: Der über Jahrzehnte in den Bäumen, Blättern und im Humus gebundene Kohlenstoff wird schlagartig als Kohlendioxid (CO₂) freigesetzt.
- Verstärkung des Treibhauseffekts: Das freigesetzte CO₂ steigt in die Atmosphäre und heizt die Erde global weiter auf. Dies führt zu noch mehr Hitze und Dürre, was wiederum das Risiko für zukünftige Megabrände erhöht.
2. Verlust der regionalen „Klimaanlage“
Gesunde Mischwälder regulieren das lokale Wetter extrem effektiv:
- Verdunstungskühlung fällt weg: Bäume saugen Wasser aus dem Boden und geben es über die Blätter ab (Transpiration). Das kühlt die Umgebung und fördert Wolkenbildung sowie lokalen Regen. Fällt dieser Effekt weg, werden Sommer in der Region heißer und trockener.
- Albedo-Effekt (Oberflächenerwärmung): Ein intakter Wald hat ein geschlossenes, dunkles Kronendach, das Sonnenlicht absorbiert und durch Verdunstung kühlt. Die verbrannte, kahle und dunkle Aschefläche heizt sich in der Sonne extrem stark auf und gibt diese Strahlungswärme direkt an die Luft ab.
3. Zerstörung des lokalen Wasserkreislaufs
- Bodenversiegelung durch Hitze: Die enorme Hitze des Brandes kann den ausgetrockneten Waldboden hydrophob (wasserabweisend) machen.
- Keine Grundwasserneubildung: Wenn wieder Regen fällt, kann der tote Boden das Wasser nicht mehr wie ein Schwamm aufnehmen. Es fließt oberflächlich ab, was zu Sturzfluten führt, anstatt die lokalen Grundwasserspeicher aufzufüllen. Die Region trocknet dauerhaft weiter aus.
4. Langfristiger Verlust der CO₂-Senke
Selbst wenn der Wald später wieder aufgeforstet wird oder sich natürlich regeneriert, dauert es Jahrzehnte bis Jahrhunderte, bis die junge Vegetation wieder dieselbe Menge Kohlenstoff speichern kann, die in wenigen Stunden verbrannt ist. Für eine sehr lange Zeit fehlt dem Planeten an dieser Stelle ein wichtiger Puffer gegen den Klimawandel.