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Kondensstreifen durch Flugzeuge

Die von hoch fliegenden Flugzeugen erzeugten Kondensstreifen und deren in der Folge auftretenden klimatisch wirksamen Effekte mit ausgedehnter Schleierwolkenbildung werden viel zu wenig thematisiert. 

Die aus Kondensstreifen entstehenden Schleierwolken (sogenannte Kondensstreifen-Zirren oder Contrail-Cirrus) haben einen erheblichen Einfluss auf das Klima. 

Schleierwolken bestehen aus winzigen Eiskristallen. Sie sind für die kurzwellige Sonnenstrahlung weitgehend durchlässig, aber sie halten in der Funktionsweise als Treibhauseffekt die langwellige Wärmestrahlung (Infrarotstrahlung) auf, die sonst von der erwärmten Erdoberfläche ins All zurückgestrahlt wird. 

Die kurzfristige Klimawirkung ist Schätzungen zufolge größer als der Effekt des gesamten vom Luftverkehr ausgestoßenen CO₂.

Um die Bildung von klimaschädigen Kondensstreifen zu vermindern bzw. zu vermeiden, reicht es oft aus, die Flughöhe um nur wenige hundert Meter anzuheben oder abzusenken, um aus der feuchten Luftschicht in trockenere Luft zu gelangen und dabei die sogenannten Ice Supersaturated Regions (ISSR) taktisch zu umfliegen.

Ein weiterer Ansatz zur Vermeidung von Kondensstreifen sind nachhaltige Flugkraftstoffe, welche weniger Rußpartikel bei der Verbrennung erzeugen und damit weniger Kondensationskeime für die Entstehung von Eiskristallen bilden.

Nach Ansicht von Wissenschaftlern ist die Vermeidung von Kondensstreifen eine Klimamaßnahme mit großer Wirkung.