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Sturzfluten in den Alpen

Extreme Sturzfluten sind in den Alpen prinzipiell möglich, wobei die grundlegenden physikalischen Prozesse direkt mit denen im Himalaya vergleichbar sind. Allerdings unterscheidet sich das potenzielle Ausmaß erheblich: Aufgrund der geografischen Gegebenheiten fallen solche Ereignisse in den Alpen deutlich kleiner aus als in Nepal.

Sowohl im Himalaya als auch in den Alpen zeigt sich ein klares Muster: Durch die Erderwärmung schmilzt der Permafrost, welcher wie ein Klebstoff für die Felswände wirkt. Gleichzeitig ziehen sich die Gletscher zurück und nehmen den Hängen den seitlichen Halt. Wasser dringt in Felsspalten, erhöht den Druck und löst verheerende Kettenreaktionen aus.

Das Gefahrenpotenzial für den Alpenraum ist enorm hoch. Die Täler in den Alpen sind im Gegensatz zu Nepal extrem dicht besiedelt und mit wertvoller Infrastruktur bebaut. Der Teilabbruch des Birch-Gletschers im Schweizer Dorf Blatten im Mai 2025 hat eindrücklich gezeigt, dass diese Gefahr im Zuge des Klimawandels längst in den Alpen Realität geworden ist.